„Demografiefeste Kommune“ wird umgesetzt

BG-Stadtrat Dr. Torsten Lange hat mit einem Antrag erreicht, dass die Ergebnisse des Pilotprojekts „Demografiefeste Kommune“ nicht in der Schublade verschwinden, sondern von der Stadt dauerhaft genutzt werden. Der Stadtrat hat beschlossen, dafür zwei halbe Stellen für eine fachlich fundierte Sozialraum- und Zukunftsplanung in allen 20 Stadtbezirken einzurichten.

Ausgangspunkt: Pilotprojekt mit Vorbildcharakter

Bayreuth wurde vom Bayerischen Finanz- und Heimatministerium als Pilotkommune ausgewählt und hat mit externer Unterstützung ein umfangreiches Lagebild für alle Stadtteile erarbeitet – von Altersstruktur und sozialem Unterstützungsbedarf bis hin zu Infrastruktur, Wohnmarkt und Klimarisiken. Das Ministerium hat das entwickelte Planungstool sowie die Gesamtkonzeption ausdrücklich gelobt, andere Städte interessieren sich bereits für die Bayreuther Erfahrungen.

Rolle der Bayreuther Gemeinschaft

Mit einem Antrag hatte BG-Stadtrat Dr. Torsten Lange darauf gedrängt, dieses Fachwissen und das neue Tool nicht als einmaliges Projekt zu behandeln, sondern als Grundlage einer laufenden, integrierten Sozialplanung zu etablieren. Er hat dem Stadtrat deutlich gemacht, dass die Stadt bereits erhebliche Mittel in die Entwicklung investiert hat und nun dafür sorgen muss, dass diese Investition allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt.

Angestrebt wird eine Kombination aus unabhängiger Statistikstelle und zusätzlicher Planungskapazität im Bereich Sozialraumplanung, um künftig weniger auf teure Einzelgutachten angewiesen zu sein. BG-Stadtrat Karsten Schieseck hat im Plenum den finanziellen Aspekt betont: Gute Planung hilft auch, Mittel gezielter einzusetzen und langfristig Kosten zu reduzieren.

Unterstützung durch Verwaltung und Stadtrat

Die Sozialreferentin hat den Antrag der BG ausdrücklich begrüßt und hervorgehoben, dass die Verwaltung „gutes Handwerkszeug“ braucht, um bedarfsgerechte Angebote in den Stadtteilen zu schaffen. Auch aus anderen Fraktionen kommt Anerkennung für die fachliche Qualität des Projekts, verbunden mit Fragen zur konkreten Ausgestaltung und Finanzierung der neuen Stellen.

Über Eingruppierung, Besetzung und mögliche Nutzung vorhandener Ressourcen entscheidet nun der Personalausschuss. Damit wird der von der BG angestoßene Schritt zu einer dauerhaften, datenbasierten Sozial- und Stadtteilplanung umgesetzt – ein Beitrag, damit Bayreuth den demografischen und klimatischen Herausforderungen begegnen kann.