Gegen Verunreinigungen mit Kaugummis
BG-Stadtrat Dr. Torsten Lange greift mit einem Antrag nach § 15 GO ein alltägliches, aber deutlich sichtbares Problem in Bayreuth auf: Die Verschmutzung von Gehwegen durch ausgespuckte Kaugummis, insbesondere im Bereich des ZOH.
Hintergrund des Antrags
Ausgetretene Kaugummis führen zu dauerhaften, dunklen Flecken auf Asphalt und Plattenbelägen und beeinträchtigen das Stadtbild deutlich, gerade an stark frequentierten Orten wie Haltestellen und am ZOH. Neben der optischen Beeinträchtigung weist Lange auf die Umweltrelevanz hin: Handelsüblicher Kaugummi ist nicht biologisch abbaubar, verhält sich langfristig wie Kunststoff und trägt als Mikroplastik zur Belastung von Kanalisation und Umwelt bei.
Blick in andere Städte
In Kaiserslautern wurden unterschiedliche Verfahren zur professionellen Kaugummientfernung testweise auf Gehwegen eingesetzt und hinsichtlich Aufwand und Nachhaltigkeit des Reinigungsergebnisses verglichen. Krefeld setzt auf ein Trockeneisstrahlverfahren, mit dem sich in kurzer Zeit viele Kaugummiflecken entfernen lassen, ohne Wasser und Chemikalien einzusetzen; dieses Verfahren gilt dort als besonders effizient und umweltschonend.
Präventive Ansätze
Frankfurt geht zusätzlich einen präventiven Weg: Dort wurden sogenannte „Gum-Walls“ installiert, auffällig gestaltete Tafeln, auf die Kaugummis bewusst aufgeklebt werden können, um den Boden zu entlasten. Solche Einrichtungen können spielerisch das Bewusstsein für Sauberkeit stärken und die Zahl der auf den Boden gespuckten Kaugummis deutlich verringern.
Forderung der BG-Stadtratsfraktion
Dr. Lange beantragt eine systematische Bestandsaufnahme der Kaugummiverschmutzung in Bayreuth, insbesondere in Bereichen mit hohem Publikumsverkehr wie an der ZOH. Auf dieser Basis soll die Verwaltung geeignete Maßnahmen zur Entfernung und Prävention prüfen und eine Empfehlung vorlegen – ausdrücklich auch im Vergleich mit anderen Kommunen und unter besonderer Berücksichtigung umweltschonender Verfahren wie der Trockeneisreinigung oder präventiver Instrumente wie Gum-Walls.
