Sichere Lösung nicht weiter aufschieben

Die Bayreuther Gemeinschaft hat mit einem Antrag von Stadtrat Dr. Torsten Lange die seit Jahren ungelöste und unfallträchtige Einmündung von Universitätsstraße und Dr.-Konrad-Pöhner-Straße erneut auf die Tagesordnung gebracht. Ziel war es, eine zeitnah umsetzbare, verkehrssichere und zugleich wirtschaftliche Lösung festzulegen: eine Ampelanlage statt eines aufwendigen Turbokreisverkehrs.

Seit 2015 wird über den Umbau beraten. Für die Signalisierung der Einmündung liegt eine verkehrsfachliche Empfehlung vor; die bisher genannten Kosten von rund 4,8 Millionen Euro sind allerdings inzwischen zu überprüfen. Der ursprünglich favorisierte Kreisverkehr wäre teurer und würde nach den vorliegenden Informationen nur in Höhe der Kosten einer Ampellösung staatlich gefördert.

Antrag von Dr. Lange

Dr. Torsten Lange wandte sich gegen weiteren Planungsstillstand und beantragte, zumindest die Grundsatzentscheidung für eine Ampellösung zu treffen. Diese Variante gilt als die günstigere und sicherere Lösung, insbesondere mit Blick auf Fußgänger und Radfahrer. Bereits ein Sicherheitsgutachten hatte den geplanten Kreisverkehr gegenüber einer Ampel als deutlich nachteiliger bewertet; problematisch wurde dabei vor allem die Führung des Fuß- und Radverkehrs gesehen.

Der Stadtrat hatte das Bebauungsplanverfahren für den ursprünglich vorgesehenen Kreisverkehr im April 2024 zurückgestellt. Die BG hält es deshalb für erforderlich, die mittlerweile seit Jahren bekannte Problemlage nicht nochmals ohne konkrete Perspektive zu vertagen.

Neue Gutachten beschlossen

Die Mehrheit des Stadtentwicklungsausschusses folgte letztlich dem Verwaltungsvorschlag. Vor einer Entscheidung über Ampel oder Kreisverkehr sollen zunächst aktuelle Verkehrsuntersuchungen eingeholt und die Auswirkungen neuer Entwicklungen im Umfeld der Universität berücksichtigt werden. Dazu zählen unter anderem neue Wohnbau- und Studentenwohnprojekte sowie weitere Einrichtungen auf dem Universitätsgelände.

Damit wurde noch keine Entscheidung für eine bauliche Lösung getroffen. Der Antrag der BG hat jedoch erreicht, dass das Sicherheitsproblem wieder im politischen Fokus steht und die Verwaltung nun belastbare Grundlagen für eine endgültige Entscheidung vorlegen muss.